Öffentlichkeitsarbeit

Sassnitz. Christa Steenvoorden sucht ihre Tochter Juliane. Der Fall der heute 66-jährigen Mutter schlägt derzeit Wellen, nachdem ihr Ersuchen, das Grab ihrer Tochter öffnen zu dürfen, von der Stadt Sassnitz abgewiesen wurde.

Doch der Reihe nach: Die kleine Juliane soll offiziellen Angaben zufolge am 13. Dezember 1977 gestorben sein. „Meine Eltern haben auf sie aufgepasst, während ich unter einem Vorwand kurzfristig zu einer Schulung in der Sassnitzer Oberschule einbestellt wurde“, erzählt Christa Steenvoorden.

Quelle: Ostseezeitung

 

Die Stadt Sassnitz verweigert einer Mutter die Exhumierung ihrer angeblich ums Leben gekommenen Tochter. Auf einer Stadtvertretersitzung kommt es zu Protesten.

Im Dezember 1977 starb die dreijährige Juliane Kube angeblich in der Badewanne ihrer Großeltern. Ihre Mutter erfuhr erst später davon und bekam das Mädchen nie mehr zu Gesicht. Fast 40 Jahre später glaubt Christa Steenvoorden, dass man ihr damals ihre Tochter weggenommen hatte und sie möglicherweise noch lebt.

Ein Antrag auf Exhumierung wurde vom Verwaltungsgericht Greifswald genehmigt, doch die Stadt Sassnitz lehnt ab. Auf der Stadtvertreterversammlung am Dienstagabend wollte die SPD-Fraktion Bürgermeister Frank Kraft (Linke) dazu befragen. Doch der Antrag wurde von der Mehrheit der Stadtvertreter mit Hinweis auf ein laufendes Verfahren abgelehnt.

Quelle: Nordkurier

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